
Wer dieser Tage mal hochgeschaut hat am „kahlen Stein“ konnte feststellen, dass das Aussichtstürmchen wieder zu sehen ist. Eine Baumschneidaktion des gemeindlichen Bauhofs hat es ermöglicht. Damit könnten Besucher auch wieder den Blick weit über das Land schweifen lassen und dem „Lug ins Land“ seine Bestimmung zurückgeben. Ja, sie könnten, wenn das kleine Bauwerk nicht so baufällig wäre, dass man es gar absperren muss, um niemanden zu gefährden. Nun war in der Presse zu lesen, dass das „Schmuckstück mit Tradition“ seinem Namen bald wieder Ehre machen soll.

Endlich kann ich nur sagen, denn bereits im Sommer 2017 hatten die Freien Wähler Selters auf den desolaten Zustand des Aussichtstürmchen aufmerksam gemacht. Mit dem Antrag im Ortsbeirat, hier Abhilfe zu schaffen, war auch die Gefahr bezeichnet, die durch fehlende Brüstungsteile für die Besucher bestand. Verbunden mit der Hoffnung, dass dieses kleine Wahrzeichen von Niederselters wieder hergerichtet würde, wie es einst war. Wie Viele sich vielleicht erinnern können, konnte zu dem wunderbaren Ausblick in die Ferne ursprünglich auch die Gemütlichkeit einer schönen Rundumbank im Inneren genossen werden. Doch in 4 Jahren ist nichts geschehen. Stattdessen wurde es dem weiteren Verfall preisgegeben und steht nun total marode auf seinem Platz.

Dank des bevorstehenden 1250-Jahre-Jubiläums naht jetzt endlich Rettung!
Denn offenbar bedurfte es erst dieses geschichtlichen Hintergrundes und der Initiative von Vereinen sowie mehrere Jahre Vorlaufzeit, bevor seitens der Gemeinde zur Tat geschritten wurde. Vielleicht waren wir nicht penetrant genug im Glauben, das Anträge und das Aufmerksammachen etwas bewirken könnten. Traurig aber wohl wahr.

