Weichen gestellt für das Gewerbegebiet „In der Oberau“ in Niederselters
So war es am 23.12.2025 in der Presse zu lesen. Wir sagen: „Das ist Augenwischerei“. Die Weichen für ein Gewerbegebiet wurden durch Mehrheitsbeschluss bereits im Jahr 2018 gestellt. Unserer Auffassung nach, nicht zum Wohle der Gemeinde. Diese Meinung vertreten wir auch weiterhin. Nicht nur, dass bei einer Bebauung der Frischluftkorridor für den alten Ortskern Niederselters gefährdet ist oder gar ganz verschwindet, sondern auch die von Anfang an schlechte finanzielle Ausgangslage macht uns bis heute Sorgen. Gerade das Letztere ist nicht mehr wegzudiskutieren.
Wem ist damit noch gedient?
Die Gemeinde kanns nicht sein. Einheimischen Gewerbebetrieben vielleicht. Auswärtigen Betrieben sicher. Mehreinnahmen durch Gewerbesteuer? Die Zahlen sind nicht zu beziffern. Verbesserung der Infrastruktur, vage Vermutung.
Deutlich der Presse zu entnehmen, die aktuell kalkulierten Zahlen. Kosten für die Gemeinde werden für zwei Varianten (große oder kleine Lösung) veranschlagt in jeweils mehr als 3-facher Millionenhöhe. Dies bei Einnahmen von höchstens rd. 900.000,– Euro.
Was sind die Verantwortlichen bereit zu leisten?
Auf der einen Seite wissentlich hohe Verluste in Kauf nehmen, auf der anderen Seite willentlich weitere Belastungen für die Bürger diskutieren und festlegen?
Auch mögliche Einsparpotentiale werden aufgezeigt, die aber nur zum Tragen kommen, wenn alle mitspielen. Das heißt, die Bauwilligen müssten sich bereiterklären, Mehrkosten zu übernehmen, denn mögliche Einsparungen der Gemeinde bedeuten wesentlich höhere Ausgaben für die Bewerber der Grundstücke. Die müssten dann in etwa doppelter Höhe in die Tasche greifen, um ein Grundstück zu erwerben. Selbst dabei bleiben immer noch Verluste bis zur Millionenhöhe für die Gemeinde.
Wer von den Beteiligten will das und wer kann das alles mittragen?
Erst wenn diese Fragen gelöst sind, kann über ein Weiterverfolgen des Baugebietes in der Oberau gesprochen werden und können weitere Beschlüsse erfolgen. Es muss mit den Beteiligten geredet werden. Eine Infoveranstaltung für die Grundstücksbewerber, bei denen sie erfahren, was Sache ist, wäre sicher Voraussetzung für weitere Entscheidungen.

Auszug aus dem von BM Zabel ausgearbeitetem Papier zum Aktuellen Sachstand und möglicher Weiterführung/Realisierung des Gewerbegebietes.
Fazit: Hohe Verluste!
Nur wenn alle Einsparpotentiale erreicht werden, können die Verluste geringer ausfallen und etwa bei 500.000 -650.000 Euro liegen.
Und es bleibt die Frage: „Was ist für alle zumutbar?

