Wer malt sich hier die Welt, wie es ihm gefällt?
Was Sache ist, wissen wir. Der amtierende Bürgermeister hat auf den beabsichtigten Bürgerentscheid verzichtet und sein Amt niedergelegt. Danach liegt bis zu Wahl und Einführung eines neuen Bürgermeisters oder einer Bürgermeisterin die Amtsführung in Händen des Ersten Beigeordneten.
Das ist bekannt wir und haben deshalb einen Eilantrag eingereicht. Einen Antrag, der Unterstützung durch einen neutralen Fachmann vorsah. Wir wollten dass der Verwaltung und dem Vorstand ein in der kommunalen Verwaltung versierter Fachmann zur Seite steht, der den Beteiligten für die Zeit bis die Bürgermeisterstelle durch eine neue Person wieder besetzt ist, in allen Amtsgeschäften helfen kann.
Keinen Amtsschimmel reiten – Es ist bekannt, dass bei Wegfall des Bürgermeisters, der Erste Beigeordnete die Amtsgeschäfte weiterführt, bis neu gewählt ist. Es ist auch bekannt, dass der scheidende BM nach seiner Amtszeit diese Amtsgeschäfte noch Monate weiterführen könnte, eben bis zur Neuwahl eines Nachfolgers. Wir wollten keinen Staatsbeauftragten verpflichten. Wir wollten für eine gewisse Zeit einen Dienstleister auf dem Gebiet der kommunalen Verwaltung. Doch Hilfe will man wohl nicht.
Umgedeutet und als nicht richtig erklärt – hat der Vorsitzende der Gemeindevertretung M. Böcher es abgelehnt unseren Antrag auf die Tagesordnung zu nehmen.
Am besten nicht drüber reden – ist das die Devise? Evtl. Hilfe gar nicht erst diskutieren. Könnte ja sein, dass man dann allerhand Geschehnisse rückwirkend eruieren müsste. Dass ungeklärte Verhältnisse auch in der Wasserwirtschaft, zur Rede kommen. Dass man gezwungen ist, endlich Klarheiten zu schaffen. Es scheint, als wolle man weiterwurschteln wie bisher und etwas auf die Reihe bringen, was bis jetzt nicht gelungen ist.
Neue Wege gehen – ist bei dem Tohuwabohu in unserer Gemeinde durchaus legitim. Doch wer nichts Neues will, nimmt sich das Recht, es einfach nicht zuzulassen. Schaltet und waltet wie bisher. Erfüllt sich eigene Wünsche! Zeigt keinerlei Verbesserungsabsicht oder Einsicht und klemmt sich fest am momentanen Sattel.
Und wie geht es weiter?
Frei nach Pippi Langstrumpf – Ich reite meinen Amtsschimmel wie ich möchte, alles Auslegungssache!

